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Neuburger Kanuten bei Deutschen Meisterschaft erfolgreich

Kanu-Rennsport Deutscher Vizemeistertitel im Kajak Einer für Vincent Hoiß vom DRC Neuburg auf seiner Lieblingsstrecke, den 1000 Metern.

Von Monika Sandner

Köln Sechs Tage lang kämpfte die Kanu-Rennsport Elite Deutschlands über die Sprint-, Kurz-, Mittel- und Langstrecken auf dem Fühlinger See um Meisterehren. Zahlreiche spannende Entscheidungen standen bei der 102. Deutschen Meisterschaft auf dem Programm. Fast 800 Teilnehmer aus 90 Vereinen und Renngemeinschaften, darunter auch Olympiasieger und Weltmeister, zeigten herausragende Leistungen. Vier Ausnahmeathleten vom Donau-Ruder-Club Neuburg gingen an den Start und konnten durch die Bank überzeugen.

Vincent Hoiß (Deutscher Vizemeister im K1 über 1000 Meter), Rebecca Hirsch, David Müller und Trainer Simon Hoiß (von links)

(Foto: Monika Hoiß) 

Die Konkurrenz ist hochklassig im deutschen Kanu-Rennsport. Die Endlaufteilnahme bei einer der vier Gruppenregatten Nord, Süd, Ost und West ist Voraussetzung als Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Talent, Fleiß, Zielstrebigkeit und die Überwindung des „inneren Schweinehunds“ zeichnen einen Spitzensportler aus. Die Juniorenfahrer Vincent Hoiß und David Müller, die Jugendfahrerin Rebecca Hirsch und auch deren gemeinsamer Trainer Simon Hoiß haben diese Eigenschaften im Blut. In fast allen Disziplinen schafften es die DRCN-Größen bis in die Endläufe.

Vincent Hoiß begeisterte bereits am ersten Finaltag mit der Silbermedaille und dem Vizemeistertitel im K1 über die 1000 Meter Mittelstrecke. Trotz Regen und schwierigen Bedingungen ließ sich der Neuburger nicht aus der Ruhe bringen, zeigte seinen berüchtigten Schlussspurt und fuhr in 03:51.84 Minuten hinter Philipp Quiel (Berlin), der dem älteren Jahrgang der Juniorenklasse angehört, über die Ziellinie.

Im Langstrecken-Einer über 5000 Meter gelang Hoiß, in einem starken Feld aus 37 Booten, kein guter Start und er musste eine kräftezehrende Aufholjagd absolvieren. Der Rennverlauf war nicht optimal, trotzdem erkämpfte Hoiß einen beachtlichen fünften Platz. Auch In diesem Rennen waren die Medaillengewinner Fahrer des älteren Jahrgangs.

Ein herausragendes Ergebnis schafften Vincent Hoiß und David Müller im Finale des K2 über 500 Meter. Der Langstreckenspezialist Hoiß ergänzt sich wunderbar mit dem Sprinter Müller. Der Vereinszweier funktioniert seit vielen Jahren - er setzte sich auch in Köln in 01:38.15 Minuten gegen die harte Konkurrenz der Renngemeinschaften durch. Platz fünf im ersten Jahr der Herren Junioren zeigt beeindruckend das Potenzial der Neuburger. Über 1000 Meter fuhren sie auf Rang acht, damit war das Duo nicht ganz zufrieden.

Dynamik und Kraft bewies David Müller im K1 über 200 Meter. Er schaffte es souverän in den Zwischenlauf und verpasste mit Platz vier nur knapp die Endlaufteilnahme.

Vincent Hoiß erwischte im K1 über 500 Meter einen starken Zwischenlauf. Nur zwei Boote kamen weiter. Im B-Finale ließ Hoiß der Konkurrenz keine Chance und siegte in 01:51.20 Minuten. Diese Zeit hätte im A-Finale zu einem sechsten Platz gereicht. Nach den Rennen zeigte sich Hoiß kritisch: „Über meinen Kurzstrecken- und Langstrecken-Einer ärgere ich mich schon ein bisschen. Umso mehr freut mich allerdings der Vizemeistertitel im K1 über 1000 Meter.“

Rebecca Hirsch, die in diesem Jahr in die höhere Jugendklasse aufgestiegen ist, zeigte ihr Talent in allen Rennen. Beeindruckend war ihr Stehvermögen im Langstrecken-Einer über 5000 Meter. Mit dem undankbaren vierten Platz schrammte die 15-Jährige nur knapp an der Medaille vorbei. Titel und Vizetitel gingen an die Fahrerinnen aus Oberhausen und Dresden, die beide dem älteren Jahrgang angehören. Platz drei ging nach Karlsruhe.

Ein super Ergebnis erzielte Rebecca Hirsch mit Rang fünf im K1-Finale über 1000 Meter. Auf der Kurzstrecke schaffte es die Neuburgerin ins B-Finale und belegte dort den dritten Platz.