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Sichtungsveranstaltung des Bayerischen Kanu-Verbands

Kanu-Rennsport Acht Neuburger Kanuten gingen an den Start

Von Monika Sandner

Ansbach/Ornbau Die Corona-Pandemie machte es für die Verantwortlichen des Bayerischen Kanu-Verbands in diesem Jahr nicht leicht, ihre Besten zu ermitteln. Alle bayerischen Regatten wurden abgesagt. Zuletzt fielen auch die auf September verschobenen Meisterschaften in Ansbach „ins Wasser“. So entschied man sich kurzfristig zu einer Sichtungsveranstaltung des BKV, nur im Kajak Einer, um die Kadermitglieder für die kommende Saison festzulegen.

Für die Neuburger Kanu-Rennsportler verlief die Teilnahme im Vorfeld nicht ohne Hindernisse. Drei der neun gemeldeten Athleten mussten Anfang der Woche in Quarantäne. Das Gesundheitsamt zeigte sich allerdings sehr kooperativ und für zwei der negativ auf Corona getesteten Sportler kam das Ergebnis noch rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung.

Für die Regattafahrer war es wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben, um motiviert zu bleiben. Ein Wettkampf ist einfach etwas Anderes als Training. Deshalb gingen alle Aktiven in Ansbach, trotz kalten Temperaturen und regnerischem Wetter, mit Freude an den Start.
Auf dem Programm standen die 200 und 500 Meter-Strecken, sowie Zeitfahren über 1000 und 2000 Meter.

Die Brüder Simon (AK 17) und Vincent Hoiß (AK 14) sind in Bayern unangefochten die Nummer Eins auf allen Streckenlängen ihrer jeweiligen Altersklasse. Für Vincent Hoiß war es besonders schade, dass für die Schüler A heuer keine Deutschen Meisterschaften veranstaltet wurden. Er fuhr in Ansbach über die 2000 Meter-Distanz (09:05 Minuten) die schnellste Zeit aller Teilnehmer.
Mit David Müller (AK 14) schaffte ein weiterer DRCN-Athlet mit drei dritten Plätzen und guten Zeiten den Sprung in den Bayern-Kader.
Der Jugendfahrer Benedikt Schwienheer (AK 15) paddelte über 500 und 2000 Meter jeweils auf Platz drei.

Auch die Nachwuchsfahrer zeigten ihr Potenzial und lieferten durchwegs gute Leistungen. Alle Elf- und Zwölfjährigen konnten in diesem Jahr auf die schmalen Rennboote umsteigen. Ein „Rohdiamant“ in den Reihen des DRCN ist Rebecca Hirsch (AK 12), die über 1000 Meter die schnellste Zeit fuhr und über 200 und 500 Meter Zweite wurde.
Große Fortschritte hinsichtlich seiner Technik machte Anton Degen (AK 12). Er war der Schnellste im Schüler B-Team des DRCN und fuhr im Endlauf über 200 und über 1000 Meter jeweils als Dritter über die Ziellinie.
Julius Heßlinger (AK12) hatte in den Vorläufen über 200 und 500 Meter Pech mit der Auslosung, schaffte aber in den B Endläufen Platz eins und zwei.
Als jüngster Teilnehmer konnte Hannes Seifarth bei den Elfjährigen über 1000 Meter mit einem zweiten Platz überzeugen.

 

 

 

 Das 14-jährige Kanutalent Vincent Hoiß fuhr über 2000 Meter die schnellste Zeit aller Teilnehmer. Foto: Hans-Joachim Hirsch
Das 14-jährige Kanutalent Vincent Hoiß fuhr über 2000 Meter die schnellste Zeit aller Teilnehmer. Foto: Hans-Joachim Hirsch