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„Ende gut, alles gut!“

Kanu-Rennsport Am letzten Wettkampftag sorgte der Langstreckenzweier mit dem Neuburger Simon Hoiß für die erhoffte Meisterschaftsmedaille

 

Von Monika Sandner

 

Brandenburg Rund 1100 Aktive aus 112 Vereinen und Renngemeinschaften (RG) gingen an sechs Wettkampftagen bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport an den Start. Zum 50-jährigen Bestehen der Regattastrecke Beetzsee war fast die gesamte deutsche Nationalmannschaft  unmittelbar nach den Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged vor Ort. Prominente Vertreter eines der erfolgreichsten deutschen Sportverbände wie Max Hoff oder Ronald Rauhe sorgten bei der mittlerweile traditionellen Autogrammstunde mit Sportlertalk für Begeisterung. Simon Hoiß vom DRC Neuburg schaffte im RG Bayern Zweier den Sprung aufs Treppchen und sein jüngerer Bruder Vincent überzeugte bei seiner  Deutschen Meisterschaftspremiere mit Top-Leistungen im K1.

 

Trotz guter Vorbereitung und einem 10-tägigen Kaderlehrgang Anfang der Ferien blieb die männliche Jugend aus Bayern in den Mannschaftsbooten über die Kurz- und die Mittelstrecken unter ihren Möglichkeiten. „Sie waren leider nicht so gut drauf, wie bei der Süddeutschen“, lautete das Fazit des Heim- und Verbandstrainers Norbert Winter zur verpassten Endlaufteilnahme.

 

Wesentlich besser lief es für Simon Hoiß und seinen Zweierpartner Felix Wirl von der WSG Kleinheubach am letzten Wettkampftag im K2 über die 5000 Meter Distanz. Der Bayern Zweier konnte sich nach einem gelungenen  Start mit vier weiteren Booten an die Spitze des Feldes setzen. Nach der ersten Wende kam es zu einer Kollision und das starke Team aus Sachsen schied aufgrund eines Defekts aus. Auf Platz vier liegend starteten Hoiß und Wirl eine willensstarke und ausdauernde Aufholjagd. Im weiteren Streckenverlauf bezwangen sie die Sieger über die 1000 Meter vom KC Limmer und sicherten sich in 22:32:943 Minuten die Bronzemedaille hinter den Mannschaften der RG LKV Berlin und der RG KV Nordrhein-Westfalen. „Ende gut, alles gut“, freute sich Norbert Winter über den gelungenen Abschluss.

 

Der 13-jährige Vincent Hoiß beeindruckte schon bei den Süddeutschen Meisterschaften in Mannheim und hat sich zu den Deutschen Meisterschaften hin kontinuierlich gesteigert. Im Kanumehrkampf der männlichen Schüler A, bestehend aus 100 und 1000 Meter im Kajak Einer, 1500 Meter-Lauf und zwei Athletik-Übungen, belegte er einen ausgezeichneten vierten Platz. Im Finale über 1000 Meter fuhr er in 04:11.451 Minuten souverän auf Platz drei und über 100 Meter war Hoiß der Zweitschnellste seiner Altersklasse.
Auch über die 2000 Meter Langstrecke gelang ihm im K1 ein tolles Rennen. In einem stark besetzten Feld mit 38 Teilnehmern ließ er viele Jahrgangsältere hinter sich, setzte sich schnell nach dem Start an den fünften Platz und konnte diesen bis ins Ziel verteidigen.
Auch Norbert Winter zeigte sich begeistert von den Erfolgen des Nachwuchstalents: „Vincent lieferte hier in Brandenburg Top-Leistungen ab. Das war echt super!“

 

 

Die Bronzemedaillengewinner im K2 der männlichen Jugend über 5000 Meter, Simon Hoiß vom DRC Neuburg und Felix Wirl von der WSG Kleinheubach (rechts). (Foto: Norbert Winter)

Vincent Hoiß erkämpfte Platz drei im Finale der Schüler A über 1000 Meter. (Foto: Monika Sandner)