1919 - 2019

 

 

                                              Chronik des

                            Donau-Ruder-Clubs Neuburg e.V.   

 

 

1919 Es sind mehrheitlich Schüler des Neuburger Gymnasiums und Mitglieder des hiesigen Turnvereins, die bereits seit 1906 mit selbstgefertigten Holzbooten, sogenannten Charpie-Kajaks, die auch  als „Grönländer“ bezeichnet werden,  auf der Donau zu sehen sind. Weil in einer Kleinstadt wie Neuburg diese Sportart keine Existenzberechtigung habe, lehnt der Turnverein ab, eine Kanuabteilung aufzubauen. Deshalb wird am

03. Dezember im Nebenzimmer des Gasthauses „Schieber-Waldsperger" der Donau-Ruder-Club Neuburg (DRCN) gegründet.

Zum ersten Vorsitzenden wird Gottfried Müller gewählt.

 

Die Gründungsmitglieder:

 

Josef      

Burghard

20

Jahre

August

Burghard

19

Jahre

Georg

Maendl

23

Jahre

Karl

Markmiller

19

Jahre

Gottfried

Müller

21

Jahre

Hans

Schäfer

16

Jahre

Franz

Schmid

21

Jahre

Georg

Seitz

23

Jahre

Wilhelm

Vollbrecht

22

Jahre

Hans

Waldsperger

19

Jahre

Fritz

Zinsmeister

23

Jahre

 

 

Zweck des Vereins: „Hebung und Förderung des Wassersports, insbesondere des Kanu- und Rudersports. Der Verein will tüchtige Leute heranbilden, die durch straffe Selbstzucht den Körper stählen und kräftigen, er will durch Wanderfahrten zu Wasser unser Wissen über Land und Leute unseres engeren Heimatlandes bereichern und dadurch die Liebe zum Vaterland wecken und steigern. Der Verein verfolgt keine politischen Ziele.“

Da sich aber die Donau in Neuburg für Ruderboote als ungeeignet erweist, wird der Ankauf von Ruderbooten unterlassen und lediglich der Kanusport gefördert. Der Name Donau-Ruder-Club hat sich jedoch in Neuburg schon so eingebürgert, dass man auf eine Änderung verzichtet. Der erste Bootsraum wird im Graf von Moyschen Gebäude auf der Leopoldineninsel eingerichtet. In kurzer Zeit werden 60 Holzkajaks gebaut. Die Club-Flagge wird nach einem gemeinsamen Entwurf von Max Hertlein und Wilhelm Vollbrecht eingeführt.

Club-Dress ist ein weißes Trikot mit schwarzem Saum um den Hals- und Ärmelausschnitt, inmitten des Trikots der schwarze sechszackige Stern. Club-Anzug: Dunkelblaues Sakko und lange dunkelblaue oder weiße Hose, weißes Hemd und Kragen, schwarze Krawatte, schwarze Halbschuhe und dunkelblaue oder weiße Schildmütze mit eingewebtem Eichenlaubkranz.

 

1920 Am 1. August  findet die 1. Kajak-Regatta auf der Donau statt. Sieger auf der Strecke von Donauwörth nach Neuburg ist Max Hertlein. Die Siegesfeier und Preisverleihung finden  im Café  Hertlein statt. Am 03. Dezember wird die erste Satzung verabschiedet.

1921 entwickelt Wilhelm Vollbrecht zusammen mit Wagnermeister Brüderle in Neuburg das erste zerlegbare Faltboot. Hans Huber übernimmt für ein Jahr den Vorsitz.

 

1922 Wilhelm Vollbrecht wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Ruder-Club Mitglied Karl Schott lässt sich für diese neue Sportart ebenfalls begeistern. Er wird in der ersten Hälfte der 20er Jahre mit mehreren Weltrekorden im Tourenpaddeln einer der bekanntesten Faltbootfahrer. Im April startet er zu seiner ersten großen Tour von Neuburg nach Sulina am Schwarzen Meer. Grund der Fahrt ist eine Wette, wonach er unter Einhaltung bestimmter Bedingungen auf der Donau von Neuburg bis ans Schwarze Meer in einem Holzkajak mit Auslegern und Treibsegel paddeln soll.

 

                                                                            

                  1. Vorsitzender Wilhelm Vollbrecht                                                 Karl Schott und sein bester Freund,
                                                                                                                   der Terrier Lumpi, besuchen albanische Fischer                                                                                                                                                               (Foto: Archiv Kanusport)
                                                                                                                                      

1923 erfolgt die Aufnahme des DRCN in den Verband Deutscher Faltbootfahrer. Es kommt zur Verschmelzung des DKV Bayernkreises mit dem Verband der deutschen Faltbootfahrer.
Der Club entwickelt sich prächtig und zählt 38 aktive und 80 passive Mitglieder. Es stehen 2 Rennkajaks, 35 Wanderkajaks und 23 Faltboote zur Verfügung.

Am Pfingstsonntag bricht Schott in Donaueschingen im Klepper-Faltboot (mit dem Namen „PIRAT 2“) zur Fahrt nach Konstantinopel auf. Klepper wird als Ausrüster auch bei der Finanzierung der folgenden Fahrten eine wichtige Rolle spielen und Schott wird zum wichtigen Werbeträger des Rosenheimer Faltbootherstellers. Über die Tour an den Bosporus informiert die Zeitschrift Kanusport und das Neuburger Anzeigeblatt.

 

 

1924 Am 15. Juni richtet der DRCN die erste Donau-Faltboot-Regatta in Bayern aus. Im gleichen Jahr beteiligt sich der Verein an der Isar-Faltboot-Regatta und an der ersten Regensburger Strudelfahrt, bei der der DRCN in sechs Klassen fünfmal den Sieger und einmal den Zweitplatzierten stellt.

Wilhelm Vollbrecht konstruiert mit Sattlermeister Geiger den ersten Faltboot-Canadier ohne Schrauben und Flügelmuttern, der auf Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wird. Es entsteht in Neuburg eine eigene Faltbootwerft.

Das nächste abenteuerliche Unternehmen von Karl Schott lässt nicht lange auf sich warten. Bereits im April  bricht er mit seinem Vereinskameraden Xaver Dunz, der ihn auf einem Teil der Reise begleiten wird, in einem 5,20 m langen Klepper-Faltboot mit Takelage und dem Namen „PIRAT 3“ auf. Die Tour führt von Neuburg über Konstantinopel und Alexandria nach Kairo. Der erste Teil der Reise bis nach Sulina am Schwarzen Meer findet als „Weitstrecken-Schnelligkeits-Rekord“ statt und soll in 30 Tagen gefahren werden.

 

1925 entsteht nach Plänen des Architekten und Fabrikteilhabers Felix Hoffmann das erste Bootshaus in ganz Bayern. Seine planmäßig praktische Gestaltung macht dem weitschauenden Architekten alle Ehre. Dank Oberregierungsbaurat Rudolf Heidegger, Vorstand des Straßen- und Flussbauamtes und selbst Mitglied im DRCN, kann das Grundstück in herrlicher Lage mit Blick auf das Neuburger Schloss vom Freistaat Bayern in Erbpacht erworben werden.  

Die ersten hochrangigen Wettkampferfolge stellen sich ein. Paul Kopp und  Otto Fallenbacher belegen den dritten Platz bei der Deutschen Faltboot-Staffelfahrt auf dem Starnberger See.

Im Juli geht die nächste Tour von Karl Schott von Riva am Gardasee zur Adria an der Küste Dalmatiens durch die Straße von Korinth nach Piräus  und weiter über den Euphrat nach Bagdad und Basra zum Persischen Golf. 14 000 Kilometer werden auf der Reise zurückgelegt.

 

 

 

1926 endet die 3. Deutsche Faltboot-Staffelfahrt mit einem Sieg für den DRCN. Zum Team gehören: Hedl Egen, Wilhelm Vollbrecht, Josef Schäffler, Josef  Seidl, Richard Schönber, Hilde Mathes,  Josef Grasser, Fritz Grün, Otto Fallenbacher, Paul Koppim, August Burghart und Ignaz Burger. Zweite Plätze erringen im Zweier bei den  Deutschen Kampfspielen in Köln Burger/Bauer, bei der Internationalen Faltbootregatta in Prag Burger/Grün und bei den österreichischen Meisterschaften Kopp/Fallenbacher.

Mit der Fabrikation des Faltbootes setzt auch ein reger Wandersportbetrieb ein und der Kanusport nimmt einen steilen Aufstieg. Ein reger Fremdenverkehr beschert dem DRCN bis zu 2000 Gäste pro Jahr. In der Folgezeit werden in ganz Bayern und Deutschland zahlreiche Kanu-Vereine gegründet.

 

1927 In den folgenden Jahren baut der 2. Vorsitzende und Jugendwart Karl Ziegler eine erstklassige Regattamannschaft auf. Die Brüder Burghard erkunden mit Erstbefahrungen gefährliche Tiroler Wildbäche. Auch Wanderfahrten ins Ausland wie nach Südfrankreich, Holland und in die Tschechoslowakei werden regelmäßig durchgeführt.

 

1928 Während der Wintermonate werden vielfältige Aktivitäten wie turnerische Übungen, Schießabende, Rodel-  und Skiausflüge und Tanzkurse angeboten. Faschingsbälle im Hotel Rennbahn entwickeln sich in den folgenden Jahren zu absoluten Höhepunkten der Neuburger Fasenacht.

 

 

 

 

1931 Der in Regensburg geborene Max Eckert, der das Neuburger Gymnasium besuchte und beim DRCN seine Liebe zum Kanusport entdeckte, wird zum Präsidenten des Deutschen Kanuverbands gewählt.

 

1932 Dr. Max Eckert wird auch zum Präsidenten des Weltverbandes der Internationalen Repräsentantschaft Kanu, später International Canoe Federation (ICF) gewählt. Er ebnet den Weg zur Aufnahme der Kanudisziplinen in den Olympischen Wettkampfsport.  

                                      

                                                                            

                                                              Träger der DKV-Ehrennadel in Gold mit Brillanten,
                                                                          des Bundesverdienstkreuzes 1.Klasse,
                                                                    zahlreicher deutscher und ausländischer Orden
                                                                    sowie Ehrennadeln und Auszeichnungen des Sports.

 

1933 Leider macht die Ausbreitung der nationalsozialistischen Gesinnung nicht vor dem DRCN halt. Wörtliches Zitat aus einem Rundschreiben des Bayern Kreises: „ Die Jugend von heute will nicht nur Sport treiben, sie will marschieren, will Soldat sein. Fahnen voraus! Großen DKV Wimpel und große Vereinsfahne übergeschultert, sind bei allen Flusswanderungen und Veranstaltungen zu Land in Marschkolonne zu tragen; müssen dabei sein, auch zu jedem Zeltlager. Für Übungen im Gelände interessiert sich die Jugend mehr denn je. Kleinkaliber-Schießsport im Winter, letzterer ist seit Vereinsgründung bei uns eingeführt und ein beliebter Sport unserer Jugendabteilung“.  

 

1935 bei der deutschen Faltbootstaffel in Starnberg erringen Anton Kaiser, Sebastian Grünwiedl, Max Häckl, Karl Gebhart, Karl Huber, Josef Glatt, Karl Brüderle, Josef Schrettle und Josef Ruf den dritten Platz.

 

1939 mit Beginn des Zweiten Weltkrieges werden fast alle aktiven Mitglieder zum  Dienst an der Waffe verpflichtet. Über Jahre wird der DRCN nur noch von der Vereinsjugend auf den Regatten vertreten. Auch der Wandersport beschränkt sich auf kurze Fahrten.

 

1945 nach Beendigung des Krieges werden durch die Besatzungsbehörden sämtliche Sportvereine offiziell aufgelöst. Die schreckliche Bilanz des Krieges sind 31 gefallene oder vermisste Vereinsmitglieder. Aber auch Bootshaus, Bootshütte, Bootssteg, Flaggenmast, 37 Boote und ein Zehner-Canadier werden schwer beschädigt. 

 

1946 erwirkt der DRCN bei der Militärregierung die Wiederzulassung des Vereins. Fast unüberwindliche Schwierigkeiten stellen sich dem ersten Vorstand Fritz Grün und seinem Helfer Fritz Graf beim Wiederaufbau entgegen.

 

1947 im Frühjahr erfolgt unter der Nummer 15005 die Aufnahme in den Bayerischen Landessportverband. Josef Kragler wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Süddeutschen Langstreckenmeisterschaften werden im Juli auf der Strecke Neuburg - Ingolstadt ausgetragen.

 

1948 Es werden ein neuer Viererkajak und zwei Zweierkajaks gebaut. Man repariert den Zehner-Canadier, stellt die Bootshütte wieder her und errichtet einen neuen Flaggenmast. Der DRCN richtet die Schwäbischen Kurzstreckenmeisterschaften für Faltboote aus.

 

 

 

1949 August Burghart, aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt, wird zum 1. Vorstand gewählt. 88 Mitglieder, davon 13 Jugendliche

und 75 Erwachsene sind derzeit im Verein angemeldet. Bei der Feier zum dreißigjährigen Bestehen des Donau-Ruder-Clubs im Hotel Rennbahn wird Wilhelm Vollbrecht für hervorragende Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt. Unter anderem wird hervorgehoben, dass allein mit Hilfe der Kanus und der Schwimmfertigkeit der Mitglieder fünfzig Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet werden konnten. Fazit der Festveranstaltung: „Wir schöpfen berechtigte Zuversicht für die Zukunft und bitten Sie nur, uns auch fernerhin Ihre Sympathie zu bewahren. Unser Motto für die nächsten Jahre: "Nicht wurzeln, wo wir stehen, nein weiterschreiten.“

 

1950 Erneut übernimmt Wilhelm Vollbrecht die Geschicke des Vereins. Erstmals veranstaltet der Verein mit den Schwäbischen Meisterschaften einen Faltboot-Slalom. Auf Höhe der Donaubrücke schlängeln sich die Teilnehmer durch den aufgebauten Stangenwald  und 2000 bis 3000 Zuschauer verfolgen am Donaukai das Geschehen.  

 

1952 im März findet im Café Hertlein, der ältesten Kanu-Station an der bayerischen Donau, die Generalversammlung des Bayerischen Kanu-Verbands statt, an der Vertreter von 50 bayerischen Vereinen teilnehmen. Den Vorsitz führt Dr. Max Eckert, Präsident des ICE. Trotz seines internationalen Amtes stellt er sich erneut als Präsident des Bayerischen Kanu-Verbands zur Verfügung.

In den folgenden Jahren werden nur wenige Regatten beschickt. Hervorzuheben ist aber ein 3. Platz von Georg Geiger bei den gesamtdeutschen Slalom-Meisterschaften 1953 in München, wo er bester westdeutscher Fahrer wird.

 

1954 Wilhelm Vollbrecht tritt endgültig zurück, Stadtbaurat Max Scherle wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im Kanurennsport gibt es zwei Siege bei den Bayerischen Staffelmeisterschaften in Starnberg.

Es beginnt der kontinuierliche Aufbau einer jungen Rennmannschaft. Zwei Bayerische Meistertitel werden errungen. Man baut in Deutschland den ersten 11 Meter langen Bootshänger, der von einem PKW gezogen werden kann.

 

1955 Ein neuer Rennvierer und weitere Boote werden bei einer dänischen Bootswerft gekauft. Mit wettbewerbsfähigem Bootsmaterial besucht man erstmals nach dem Krieg die Deutschen Meisterschaften in Duisburg. Die sportliche Bilanz weist in diesem Jahr zwei Bayerische Meistertitel auf.

1956 veranstalten die Neuburger die Bayerischen Staffelmeisterschaften auf dem Stausee in Rain am Lech. Die Jugend des DRCN erweist sich als stärkste Mannschaft Bayerns und man nimmt erneut zwei Bayerische Meisterschaften mit nach Hause.

 

1957 Der DRCN holt zwei Bayerische Titel.

 

1958 Max Scherle tritt aus gesundheitlichen Gründen als Vorsitzender zurück und Hermann Stempfle wird zum 1. Vorstand gewählt.

Die Bayerischen Meisterschaften finden erneut in Rain am Lech statt und der Verein erntet breite Anerkennung als Veranstalter. Nach drei Bayerischen und einer Süddeutschen Meisterschaft gibt es den bis dahin größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte: Horst Schwaiger, Herbert Meixner, Heinz Meixner und Fritz Ziegler werden in Berlin im K4 über 500 m völlig überraschend Deutsche Jugendmeister.
Danach kauft man den modernsten dänischen Rennvierer und tauft ihn auf den großen Förderer der Jugend Franz Prändl.

Die Deutschen Jugendmeister im K 4 – Heinz Meixner, Horst Schweiger, Fritz Ziegler und Herrbert Meixner (v. links)

1959 Der langjährige zweite Vorstand Toni Späth wird zum Nachfolger von Hermann Stempfle gewählt.

Wieder ist die Regattamannschaft erfolgreich. Zwei Bayerische Meisterschaften, ein Süddeutscher Titel und einen Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in Essen erzielen im K4 die Herren Junioren Philipp Graf, Horst Schweiger, Herbert Meixner und Wolfgang Hoffmann.

 

1960 bis 1962 Viele Aktive verlassen aus beruflichen Gründen die Ottheinrichstadt, was eine erhebliche Schwächung des Rennsportbetriebes nach sich zieht. Trotzdem werden in den Jahren sechs Bayerische Meisterschaften und ein Süddeutscher Titel errungen. Um das leidige Transportproblem der Boote zu beheben, schafft man den ersten vereinseigenen VW Vereinsbus an.

 

1963 Zur Langstreckenregatta Neuburg – Ingolstadt melden sich 28 Vereine an. Anlässlich dieser Veranstaltung tagt auch die Vorstandschaft des Bayerischen Kanuverbands.

 

1964 Zwei Bayerische Meistertitel gehen nach Neuburg.

 

1966 Nach dem plötzlichen Tod von Anton Speth übernimmt Bezirksrat Xaver Holzbauer die Amtsführung bis zur nächsten Generalversammlung. Erneut finden die Bayerischen Meisterschaften in Rain am Lech statt. Die DRCN-Regatta wird von mehr als 2000 Besuchern verfolgt. Leider kann kein Titel für den Veranstalter verbucht werden.

 

1967 Max Neuner, Bezirksvorsitzender Schwaben im Bayerischen Kanu-Verband wird als erster Vorsitzender gewählt.
Die seit 1928 bestehende Kanustation im Café Hertlein endet mit dem Umbau in eine Diskothek.
Aufgrund der steigenden Mitgliederentwicklung wird ein notwendiger Neubau ins Auge gefasst. Drei alternative Grundstücke werden kontrovers diskutiert: Am neu entstandenen Stausee in Bertoldsheim, am Brandlbad oder im Anschluss an das bestehende Bootshaus. Nach intensiver Beratung über die langfristige Entwicklung des Vereins entscheidet man sich für den stadtnahen Standort und kauft vom Wittelsbacher Ausgleisfonds nach schwierigen Verhandlungen für rund 13 000 DM die notwendige Fläche von 875 qm.

 

1968 Nach umfangreicher Planungsarbeit beginnt man unter der Federführung von Hermann Stempfle und Kurt Lehn mit einem Neubau. Er umfasst im ersten Bauabschnitt die Bootshalle, die komplett unterkellert ist.

Auch im sportlichen Bereich geht es wieder bergauf. Erstmals nach drei Jahren werden wieder vier Bayerische Meisterschaften und ein Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften erzielt.

 

1969 im März wird mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen: Aufenthaltsraum, sanitäre Räume und eine Werkstatt entstehen. Am 25. Oktober feiert der DRCN sein 50-jähriges Vereinsjubiläum im Kolpinghaus.

Acht Siege bei der „Bayerischen“, die wieder einmal vom DRCN in Rain am Lech organisiert wird, und ein Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften dokumentieren die sportliche Aufwärtsentwicklung.
Philipp Graf und Hans Sandner werden für einen Länderkampf gegen England, Österreich und Luxemburg im K2 über 1000 m nominiert und belegen Platz 3.
Hans Sandner qualifiziert sich für die Europameisterschaften in Moskau. Im K2 über 10000 m belegt er zusammen mit Erich Pasch (Saarbrücken) den 12. Platz von 24 gemeldeten Nationen.

 

 

Bildmitte: vorne Philipp Graf, hinten Hans Sandner

 

1970 Erneut wird der Verein vom Tod seines Vorsitzenden überrascht. Max Neuner hat sich neben seinen Vorstandsaufgaben beim DRCN auch als Bezirksvorsitzender des Kanu-Verbands Schwaben unermüdlich für die Austragung der olympischen Wettbewerbe 1972 im Kanu-Slalom in Augsburg eingesetzt. 

Das sportliche Niveau kann nach dem Wechsel von Hans Sandner nach Neckarsulm nicht gehalten werden. Ein Sieg bei den Bayerischen Meisterschaften in Aschaffenburg ist die sportliche Ausbeute. Auf der Donau von Neuburg nach Ingolstadt wird die traditionelle Langstreckenregatta wegen der zunehmenden Verbauung durch Stauseen zum letzten Mal ausgetragen. Mit 170 Teilnehmern aus 23 Vereinen findet die Regatta ein lebhaftes Echo.

 

1971 Mitten in der Bauphase übernimmt Hermann Stempfle erneut als 1. Vorstand für zwei Jahre. Man kann zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zu einer Generalversammlung in das neu erbaute, clubeigene Vereinsheim einladen, das in dreijähriger Bauzeit mit viel Engagement der Mitglieder erstellt wurde. Eine Partnerschaft wird mit der Neuburger Wasserwacht vereinbart, die ihre Stammtische und Versammlungen zukünftig ebenfalls im Vereinsheim abhalten.   

Beste sportliche Platzierung ist ein Titel bei den Bayerischen Meisterschaften.

 

1972 Erstmals fahren 90 Mitglieder zu Pfingsten in ein Zeltlager, das mit einem Training der Regattamannschaft verbunden ist, auf die Insel „Große Birke“ im Staffelsee. Beim Tag der Vereine werden Führungen am Vereinsgelände angeboten und Eskimorollen  im Hallenbad vorgeführt. Die erfolgreichen Paddler Annemarie Geier, Wolfgang Ammerer und Herbert Meixner dürfen am olympischen Fackellauf teilnehmen.

Auf der olympischen Regattaanlage in München werden zum ersten Mal die Bayerischen Meisterschaften durchgeführt. Ein Meistertitel geht nach Neuburg. Die Sieger im K 4 der LK Josef Reiter, Harald Müller, Franz Burger und Max Schneider werden als verdiente Sportler vom Bayerischen Ministerpräsidenten Goppel zu einem Empfang in die Müchener Residenz eingeladen.

Während der Olympischen Spiele in München leitet Heinz Schilcher, der in der Neuburger Schilchermühle aufgewachsen ist und beim DRCN 1947 mit dem Kanusport begann, in Oberschleißheim das Wettkampfbüro und ist dort auch als internationaler Kampfrichter bzw. Mitorganisator tätig.  

 

1973 Walter Lechner wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Für den Transport werden ein neuer Bus und für den 10-er Canadier ein Anhänger gekauft. Auf Initiative von Walter Lechner wird vom Bayerischen Ruder-Verband Unterstützung für die Einführung der Sparte Rudern beim DRCN zugesagt.

Nachdem Hans Sandner die Qualifikation für die olympischen Sommerspiele in München knapp verfehlt, kehrt er nach drei erfolgreichen Jahren beim SV Neckarsulm zu seinem Heimatverein zurück. Er errang in der Leistungsklasse mit der Mannschaft fünf deutsche Meistertitel und nahm als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft an den  Weltmeisterschaften 1970 in Kopenhagen im K4 über 1000 m und 1971 in Belgrad in der  4 x 500 m Staffel teil, wo er einen sechsten Rang miterkämpfte.

Es beginnt eine neue, erfolgreiche Zeit im Rennsport mit sechs Titeln bei den Bayerischen Meisterschaften in Erlangen und einem Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften in Mannheim. Auf der olympischen Regattabahn in München/Oberschleißheim werden die Deutschen Meisterschaften ausgerichtet. Wildwasserweltmeister Uli Pech und Hans Sandner erringen zusammen im K2 der Leistungsklasse über 500 m einen Vizemeistertitel und über 10000 m einen dritten Platz. Ebenfalls auf Platz drei fahren im K 2 über 2000 m Gerhard Wesp und Reinhold Eitelhuber.

 

1974 Der gesamte Neubau Bootshaus mit Bootshalle ist fertiggestellt und wird offiziell eingeweiht. Eine Änderung der Satzung, die im Wesentlichen die Wahlperiode für Vorstand und Fachwarte von einem auf zwei Jahre verlängert, wird von der Mitgliederversammlung angenommen.

Im Winterhalbjahr werden von Günter Winter im städtischen Hallenball regelmäßig Kurse für das Erlernen der Kenterrolle angeboten.

Bei den Bayerischen Meisterschaften in Erlangen kann man die Erfolgsserie mit elf Siegen fortsetzen. Zwei davon durch Karel Novak, einem ehemaligen tschechischen Spitzenfahrer, der sich dem Verein angeschlossen hat und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Canadier-Rennen gewinnt. Vier Siege bei den Süddeutschen Meisterschaften in München, ein zweiter Platz im K1 über 1000 m durch Uli Pech und ein dritter Platz im K2 über 10000 m der Herren-Leistungsklasse durch Pech/Sandner bei den Deutschen Meisterschaften in Essen runden das hervorragende Ergebnis ab.

Nachdem Rudern immer mehr Anhänger findet, werden zwei weitere Ruderboote gekauft.

 

1975 Der DRCN hat im Jahr 1955 durch den damaligen Vorstand Max Scherle von der Stadt Neuburg einen Grundbesitz im Englischen Garten zum Zweck eines späteren Tausches erworben. Nach Verhandlungen mit dem WAF kann nunmehr der Tausch im Verhältnis 1:1,37 vorgenommen werden. Damit ist eine weitere Grundstücksfläche mit ca. 2800 qm direkt im Anschluss an das neue Bootshaus im Besitz des Vereins.

Die kontinuierliche Jugendarbeit von Sportwart Harry Müller macht sich bezahlt. Sechs Siege bei den Bayerischen Meisterschaften und ein Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wiesbaden lassen auf eine erfolgreiche Deutsche Meisterschaft hoffen. Simon Glockshuber und Günther Degmayr werden in Wuppertal und Essen im K2 über 500 und 2000 m deutsche Jugendmeister. Simon Glockshuber erringt darüber hinaus im K1 über 500 m den Titel des Deutschen Vizemeisters mit nur drei Hundertstel Sekunden Rückstand. Beide werden in den C-Kader des Deutschen Kanu-Verbands berufen.
Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Duisburg erringen Simon Glockshuber, Gerhard Wesp, Günther Degmayr und Philipp Matitschek die Vizemeisterschaft im K4 über 500 m und Gerhard Wesp, Philipp Matitschek, Reinhold Eitelhuber und Alois Gardel die Bronzemedaille im K4 über 6000 m.

  • Das Landauer Eduard-Spranger-Gymnasium ist, initiiert von Günter Winters „Onkel Karl“, zum ersten Mal zu Gast beim DRCN.

Nach zwei Freiluftturnieren wird erstmals ein Fußballturnier für Kanuvereine in der neu erbauten Mehrfachturnhalle im Ostend durchgeführt. 26 Mannschaften aus dem Süddeutschen Raum haben sich angemeldet. Die Neuburger Mannschaft behält den Siegerpokal für sich.

 

Bild links: Die zweifachen deutschen Jugendmeister im K 2 Simon Gockshuber (vorne) und Günther Degmayr. Bild mitte: Empfang am Bootshaus durch den 1.Vorstand Walter Lechner und Sportwart Harald Müller

 

1976  kann der DRCN vier Bayerische und einen Süddeutschen Meistertitel verbuchen. Bei den Deutschen Meisterschaften in München kann erneut eine Podiumsplatzierung erkämpft werden. Simon Glockshuber, Günther Degmayr, Philipp Matitschek und Heinz Dieti belegen im K4 über 6000 m bei den Junioren den 3. Platz. Nachdem sich die Wasserverhältnisse der Donau durch den Bau der Stauseen erheblich verändert haben, wird ein neuer Anlauf mit dem Rudersport unternommen.

 

1977 richtet der DRCN die erste Neuburger Sprintregatta auf dem Zeller Weiher aus.
Bei den Bayerischen Meisterschaften in Gemünden gibt es sechs Siege. Hans Sandner kehrt nach einem zweijährigen Intermezzo als Sportwart des BKV wieder ins Boot zurück und erringt bei den Deutschen Meisterschaften zusammen mit Uli Pech einen überraschenden 2. Platz im K2 über 500 m auf dem Baldeneysee in Essen.

 

1978 Nach zweijähriger Bauzeit mit einem Kostenaufwand von rund 90 000 DM wird die in Holzbauweise erstellte neue Bootshalle mit den zwei markanten Giebeln eingeweiht. Edi Gernhardt führt den ersten Kajakkurs für Anfänger durch, zu dem sich auch Nichtmitglieder anmelden können.

Im Kanurennsport zählt man weiterhin zu den besten Vereinen Bayerns und erzielt bei den Meisterschaften in München vier Siege. Sportliches Highlight ist ein 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Essen im K4 über 500 m mit der Mannschaft Werner Happ, Gerhard Wesp, Matthias Kraus und Hans Sandner.

 

1979 Prof. Dr. Heinz Schilcher wird nach acht Jahren als Vizepräsident zum Präsidenten des Bayerischen Kanu-Verbands gewählt.

 

                                                                                   

                                                                               Prof. Dr. Heinz Schilcher

Nach dem endgültigen Rückzug von Hans Sandner vom Leistungssport und einem Vereinswechsel von Uli Pech ist das Abschneiden mit nur einem Sieg bei den Bayerischen Meisterschaften nicht wie gewohnt. Die Mitgliederversammlung beschließt die offizielle Aufnahme des Rudersports und dessen Förderung durch eine eigene Abteilung.   

 

1980 Hans Sandner tritt die Nachfolge von Walter Lechner als 1. Vorsitzender an. Es findet ein Sommernachtsfest mit Bootstaufe im Beisein zahlreicher Ehrengäste statt. Neuburg ist wieder Kanu-Hochburg mit sieben Titeln bei den Bayerischen Meisterschaften.

 

1981 in einer außerordentlichen Mitliederversammlung werden eine neue Satzung und der Verkauf des vereinseigenen Grundstücks an der Grünauer Straße beschlossen. Die Vorstandsposition eines Geschäftsführers zur Entlastung des Vorsitzenden wird geschaffen. Die Mitgliederverwaltung wird  auf EDV umgestellt. Zum ersten Mal wird eine Regatta auf dem Joshofener See ausgetragen. Die zahlreichen Gäste sind vom Gelände und der Strecke begeistert.

 

1982 Der Verein zählt derzeit 353 Mitglieder. Nachdem die bereits geplante Aufstockung des neuen Bootshauses nicht realisiert wurde, wird die Bootshalle mit einem Kostenaufwand von 170 000 DM umgebaut. Es entstehen neue Dusch- und Umkleideräume, WC, Sauna, Jugendraum, Dusche und WC für Campinggäste, Lagerraum und Büro sowie eine Erweiterung der Küche. Das Gebäude  ist mit einer erdgasbetriebenen Fußbodenheizung ausgestattet, das Brauchwasser wird im Sommer mit einer Umluftanlage erzeugt. Zum letzten Mal ruft Werner Gerhard die „Ruderer“ in den legendären Buck-di Stand. Aus gesundheitlichen Gründen muss er leider sein Amt als Himmelsboote nach dreißig Jahren aufgeben. Sportlich läuft es sehr positiv. Neun Siege werden bei den Bayerischen Meisterschaften eingefahren.

 

1983 Der notarielle Vertrag zum Verkauf des vereinseigenen Grundstücks in der nördlichen Grünauer Straße wird beurkundet. Der Erlös von

117 825 DM wird zeitgleich in den Kauf des 3900 qm großen Grundstücks im Anschluss an die Bootshalle bis einschließlich Honighaus

zum Preis von 73 704 DM investiert. Damit ist langfristig eine kontinuierliche Entwicklung des Vereins gesichert.

Ein neuer Anhänger für Rennboote und ein neuer Vereinsbus werden angeschafft. Drei Bayerische und ein Süddeutscher Meistertitel werden errungen. Prof. Dr. Heinz Schilcher tritt als Präsident des BKV aufgrund einer Berufung als Dekan des Fachbereiches Pharmazie an die FU Berlin zurück. Als „Kräuterpapst“ wurde der national und international anerkannte Experte und Verfasser mehrerer Bücher auch durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannt.

 

1984 Ludwig Fisch übernimmt von Hans Sandner den Vorsitz. Die Sanierung der Elisenbrücke macht eine Behelfsbrücke notwendig, die über das Vereinsgelände führen soll. Nach erbittertem Widerstand wird eine Verlegung der Trassenführung zwischen Café Hertlein und Bootshaus vom Stadtrat beschlossen.

Sieben Goldmedaillen bei den Bayerischen und eine Goldmedaille bei den Süddeutschen Meisterschaften zeugen von einem sportlichen Hoch.

 

1985 Nachdem der Zuspruch zum Ruderball in den letzten Jahren nachgelassen hat, lässt Vergnügungswart Harry Müller das Konzept aus den fünfziger Jahren mit  „Circus Ruclu“ wieder aufleben. Die Einlagen der Vereinsmitglieder begeistern Ballbesucher und Presse. 

Mit drei Titeln bei den Bayerischen, einem Titel bei den Süddeutschen und nach langen Jahren erstmals wieder mit einem dritten Platz bei einer Deutschen Meisterschaft im K4 über 10000 m liefert die Mannschaft mit Gerhard Wesp, Manfred Knepel, Werner Happ und Norbert Mohr einen überzeugenden Auftritt.

 

1986 Willi Rogler, geboren und aufgewachsen im Café Hertlein, wird zum 1. Vorstand gewählt. Nach Abschluss seiner erfolgreichen Paddler-Karriere übernimmt er im Ehrenamt Verantwortung als Übungsleiter und Vereinsfunktionär. 1970 erwarb er die Lizenz als nationaler und 1987 als internationaler Kampfrichter.

Das 14. Bayerische Wanderfahrertreffen lockt über vierhundert Teilnehmer in die Donaustadt. Gleichzeitig wird eine Präsidiumssitzung des BKV abgehalten.

Bereits zum zehnten Mal trägt man auf dem Joshofener See die Sprintregatta aus.

Neu ins Vereinsprogramm aufgenommen werden eine Radl-Rallye rund um Neuburg und der Familientag am Bootshaus.

 

1988 Die Hausmeisterwohnung im alten Bootshaus wird mit einem Kostenaufwand von ca. 52 000 DM grundlegend saniert. Zusammen mit dem Kanu Club Donauwörth lässt man eine alte Tradition wieder aufleben. Es wird ein Kanu-Marathon von Donauwörth nach Neuburg durchgeführt.
Es nehmen fast 100 Kanuten aus dem gesamten süddeutschen Raum teil.
Im September wird der erste Neuburger Kanu-Triathlon organisiert.

Leider erweist sich das Interesse für den Rudersport als nicht nachhaltig, deshalb werden die Ruderboote Zug um Zug aussortiert. Die Position des Ruderwarts wird nicht mehr besetzt. Damit ist ein weiterer Anlauf gescheitert.

 

1989 Unter dem Motto “ Kanu-Sport für alle“ wird der Bayerische Kanu-Tag in Neuburg abgehalten. Gleichzeitig wird im Kolpinghaus das 70-jährige Vereinsjubiläum gefeiert.

Willi Rogler wird zum Vize-Präsidenten für Organisation des Bayerischen Kanuverbands gewählt.

Nach mehreren Jahren gibt es in Lohr erstmals wieder einen Bayerischen Meistertitel.

 

1990 Es geht wieder aufwärts mit der Regattamannschaft. Fünf Titel sind die Ausbeute bei den Bayerischen Meisterschaften in München.
Hinzukommen zwei erste Plätze bei den Süddeutscheren Meisterschaften.  

 

1991 Anstelle der Wasserwacht beginnt der Alpenverein unsere Vereinsgaststätte für Stammtische und Versammlungen zu nutzen. Zusammen mit dem Neuburger Jazzclub wird mit "Jazz an der Donau" ein stimmungsvolles Open Air Konzert auf dem Vereinsgelände dargeboten.

Mit drei Erfolgen bei den Bayerischen Meisterschaften in Aschaffenburg und einem Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften in München belohnen sich die Aktiven für ihren Trainingseifer.

 

1992 Nach mehrjähriger Bauzeit, einem Kostenaufwand von rund 197 000 DM und  starker finanzieller Unterstützung durch Stadt und Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wird eine neue Zeltplatzanlage mit Sanitärgebäude eingeweiht.

 

 

 

1993 Die sportliche Bilanz: zwei erste Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften und ein Sieg bei den Süddeutschen Meisterschaften.

 

1994 Tilo Schweiger übernimmt von Willi Rogler das Amt des 1. Vorsitzenden. Der Verein feiert im Beisein zahlreicher Ehrengäste sein 75-jähriges Jubiläum im Festzelt. 

Zur Saisonvorbereitung wird das Pfingsttrainingslager nicht mehr am Staffelsee, sondern auf dem Caldonazzo-See in Norditalien abgehalten.

Bei den erstmals in Neuburg/Joshofen ausgetragenen Bayerischen Sprint-Meisterschaften im Kanu-Rennsport gehen drei Goldmedaillen  an den Veranstalter. Bei den Bayerischen Langstrecken-Meisterschaften in Langenprozelten gibt es weitere drei Siege.

 Ein weiterer Neuburger folgt mit der Ernennung von Willi Rogler zum Präsidenten des Bayerischen Kanu-Verbands.

 

1995 Mit einem Wechsel zum nahegelegenen Levico-See wird ein neuer Standort für das Pfingsttrainingslager der Regattamannschaft gefunden, der alle Voraussetzungen perfekt erfüllt. Erneut werden auf dem Joshofener See die Bayerischen Rennsport-Meisterschaften ausgetragen, jedoch erstmals nur im Kanu-Sprint über 200 m. Bei den Bayerischen Meisterschaften über die Kurz- und Langstrecke in Lohr gibt es drei Siege. Seit Jahresbeginn wird Kanu als Schulsport in Zusammenarbeit mit dem Descartes-Gymnasium unter dem Motto „Sport nach eins“ angeboten.

 

1996 Michael Ortler wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Neuburg ist zum ersten Mal Gastgeber eines Kanuländerkampfes im Rennsport. Auf dem Joshofener See kämpfen die Mannschaften aus Baden-Württemberg, Österreich, Schweiz und Bayern um die begehrte Alpentrophäe.   

 

1998 Karl Gebhard übernimmt den Vorsitz.

 

1999 Ein Jahrhunderthochwasser beschädigt das Gelände und die Gebäude des DRCN  schwer. Die Renovierungsarbeiten mit einem Kostenaufwand von 150 000 DM werden, unterstützt durch zahlreiche Spenden, im Jahre 2000 abgeschlossen.

Die sportliche Bilanz ist mit acht Titeln bei den Bayerischen Meisterschaften und drei Titeln bei den Süddeutschen Meisterschaften sehr positiv.

Bereits zum 25. Mal findet das Kanulager des Eduard-Spranger-Gymnasiums aus Landau in der Pfalz statt. 698 Schüler, Cheforganisator Kurt Brödel und zahlreiche Lehrkräfte haben unsere schöne Stadt Neuburg kennengelernt.

 

2000 Der DRCN erscheint im Internet mit einer eigenen Homepage. Wieder können zwei Siege bei den Bayerischen Meisterschaften und ein Titel bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wiesbaden verbucht werden.

 

2001 Radsportbegeisterte Mitglieder initiieren eine Abteilung.

 

2002 Im "Alten Bootshaus" wird das Erdgeschoss komplett entkernt und es entsteht mit einem Kostenaufwand von 80 000 DM ein moderner Kraft- und Jugendraum.
Eine Goldmedaille gibt es bei den Bayerischen Meisterschaften.

 

2003 wird der DRCN erneut von einem Hochwasser heimgesucht.
Es geht wieder aufwärts im Rennsport mit vier Titeln bei den Bayerischen Meisterschaften in München und einem Sieg bei den Süddeutschen  Meisterschaften in Mannheim.

 

2004 Hans Sandner löst Karl Gebhard als 1. Vorsitzenden ab. Erstmals wird die Mitgliederzahl von 400 überschritten. Über Jahrzehnte hin gehörte der Maskenball des Donau-Ruder-Clubs mit den spektakulären Einlagen des „Circus Ruclu“ zu den herausragenden Ereignissen im Neuburger Fasching. Bedingt durch einen gesellschaftlichen Wandel, die Einführung von Schulferien und in der Folge weniger Zuspruch für dieVeranstaltung wird der Ball zum letzten Mal durchgeführt.

Ein neuer Anhänger für Rennboote wird angeschafft. Der DRCN richtet in Neuburg/Joshofen die Bayerischen Rennsport-Meisterschaften aus, leider ohne einen Titel zu gewinnen.

Zum ersten Mal startet eine Kanu-Polo Mannschaft des DRCN beim Oktoberfestturnier in München mit Monika Fricke (ehemals Deutsche und Europameisterin und 3. bei den Weltmeisterschaften in Australien), Uli Burger, Anton Göbel, Alexander Lorenz, Florian Kapaun, Norbert Winter (ehem. Bundesligaspieler in München) und Thomas Fricke (ehem. Bundesligaspieler in München und Catania (I), Trainer der Schweizer Herren-Nationalmannschaft 2002 – 2004).

 

2005 Ein Hochwasser im August überflutet das Vereinsgelände. Größere Schäden werden jedoch mit den erstmals eingesetzten mobilen Hochwasserschutzwänden vermieden. Die Vereinsgaststätte wird renoviert.

Der DRCN veranstaltet die Bayerischen Rennsport-Meisterschaften in Neuburg-Joshofen und gewinnt vier Goldmedaillen.

Die Kanu-Polo-Mannschaft nimmt an Turnieren in Prag (CZ), Pfyn (CH), Murgenthal (CH) und München teil.

 

 

 

2006 Der Campingplatz wird erheblich erweitert und neue Stellplätze entstehen. Mit dem Freistaat Bayern beginnen Kaufverhandlungen um das 139 qm Grundstück, das mit dem alten Bootshaus bebaut ist, und um einen Streifen von ca. 2300 qm, auf dem sich ein Teil der Bootshalle und des Campingplatzes befinden.

Sportlich geht es weiter aufwärts. Acht Bayerische Meistertitel werden auf der Olympia-Regattastrecke in München erzielt.

 

2007 Das Campinggebäude wird im Innenbereich saniert und der Unterstand für Bootshänger und Vereinsbus vergrößert. Ein neuer Alu-Schwimmsteg, der sich dem jeweiligen Wasserstand angleicht, wird angeschafft.

Thomas Fricke übernimmt als Bundestrainer die deutsche Herren-Nationalmannschaft im Kanu-Polo und gewinnt bei der EM in Thourit Harcourt mit seinem Team die Silbermedaille.

Die Bayerischen Kanu-Rennsport-Meisterschaften werden erneut in Neuburg-Joshofen ausgetragen und acht erste Plätze eingefahren.
Simon Schneider gewinnt die Silbermedaille bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften in Rheine im K2 über 21,3 km.

 

2008 Als Nachfolger von Hans Sandner wird Rüdiger Graf zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Die Grundstücksverhandlung mit dem Freistaat Bayern können erfolgreich abgeschlossen werden. Damit befinden sich das komplette Grundstück mit rund 6000 qm und die Gebäude im Besitz des Vereins.

Vierzehn Siege fährt die erfolgreiche Regattamannschaft bei den Bayerischen Meisterschaften in Coburg ein.

Uli Burger wird erster Polowart im DRCN. Die Boote der „Mobilen Einheit“ werden vom BKV erworben.

Willi Rogler, dem langjährigen Präsidenten des Bayerischen Kanu-Verbands, wird von Staatsminister Siegfried Schneider das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Willi Rogler (l.) wird vom Staatsminster Siegfried Schneider das Bundesverdienstkreuz verliehen

2009 Sechzehn Jahre war Willi Rogler Präsident des Bayerischen Kanu-Verbands und wird bei seinem Abschied zum Ehrenpräsident ernannt.

Dreizehn Meistertitel erzielen die Regattafahrer bei den Bayerischen Meisterschaften in Langenprozelten.

 

2010 Das fünfhundertste Vereinsmitglied wird beim Familienfest durch Rüdiger Graf willkommen geheißen. Das Landauer Eduard-Spranger- Gymnasium gastiert zum letzten Kanulager in Neuburg.

14 Goldmedaillen erkämpfen die Rennsportler bei der BM in Neuburg.
Höhepunkt ist der zweite Platz von Carola Schmidt bei den Deutschen Meisterschaften in Köln im Kanumehrkampf der Schülerinnen A.

 

2011 Das Vereinsheim wird aufwändig saniert und zukünftig als öffentliche Gaststätte betrieben.

Erich Pasch, dreifacher Vizeweltmeister, neunzehnfacher Deutscher Meister, Olympiateilnehmer 1972 in München und 1976 in Montreal, der seit Jahren als Trainer das Pfingstlager in Levico unterstützt, wird Vereinsmitglied.

In Neuburg/Joshofen wird erstmals eine offene Bayerische Kanu-Polo Meisterschaft ausgetragen.

Sportlich gesehen ist es eines der erfolgreichsten Jahre in der Vereinsgeschichte. Bei den Bayerischen Meisterschaften in Coburg stehen in 20 Wettbewerben Neuburger Fahrer auf dem obersten Podest. 
Die Deutschen Meisterschaften in München werden zum sportlichen Höhepunkt. Carola Schmidt siegt im K1 über 2000 m bei den Schülerinnen A und gewinnt die Bronzemedaille im K1 über 1000 m.

 

Carola Schmidt (Bildmitte) freut sich über die Goldmedaille

 

2012 Die Mitgliederversammlung beschließt die Aufstockung des Bootshauses.

Mit 18 Titeln verpasst die Mannschaft das Spitzenresultat des Vorjahres bei den Bayerischen Meisterschaften nur knapp.
Bei den Süddeutschen Meisterschaften in Mannheim/Sandhofen glänzen die Neuburger Athleten mit fünf Goldmedaillen.

 

2013 Die Aufstockung des Boothauses wird in Angriff genommen.

Das sportliche Sensationsjahr in der Vereinsgeschichte: Carola Schmidt gewinnt im Kanu-Marathon in Kassel den Deutschen Meistertitel im K1.
Mit 29 Siegen kehrt die Regattamannschaft von den Bayerischen Meisterschaften zurück.
Bei den Süddeutschen Meisterschaften werden vier Titel erkämpft.
Der sportliche Höhepunkt sind die Deutschen Meisterschaften in Köln. Carola Schmidt und Sarah Winter gewinnen im K1 und K2 alle fünf Goldmedaillen ihrer Altersklasse. Schmidt siegt im K1 über 500 und 5000 Meter und im K2 über 500 Meter, im K1 über 200 Meter wird sie Vizemeisterin. Winter holt sich Gold im K1 über 200 Meter und im K2 über 500 und 5000 Meter.