Donau-Ruder-Club Neuburg
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Rennsport-Berichte

Simon Schneider fährt Kanu-Marathon in Kassel

Trotz Missgeschick Platz vier bei Deutscher Meisterschaft

Kassel/Neuburg (ms).

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon wurden in Kassel (Hessen) auf der Fulda ausgetragen. 307 Teilnehmer aus 60 Vereinen absolvierten die Kräfte zehrende Distanz von 21.700 Meter im Jugend- und Juniorenbereich und 31.7000 Meter in der Leistungsklasse. Der 17-jährige Simon Schneider vom DRCN durfte sich zum zweiten Mal in Folge im Kajak-Zweier mit der Deutschen Elite messen. Er ging zusammen mit Maximilian Karlstetter (18 Jahre) vom MTV München an den Start.

Einem Kanu-Marathon geht eine gehörige Portion Trainingsarbeit voraus. Seit dem Herbst letzten Jahres trainiert Schneider sowohl im heimischen Neuburg, als auch mit den Kadermitgliedern des Bayerischen Kanu-Verbands auf der Olympia-Regattastrecke in München/Oberschleißheim. 1300 Trainingskilometer legte Schneider in dieser Zeit zurück. Zudem hält er sich mit Laufen, Gymnastik, Krafttraining und Handball fit. „Ich komme durchschnittlich auf 16 Stunden Sport pro Woche“, sagt der sympathische Neuburger, für den der Kanusport zu einer Leidenschaft geworden ist. Auf den Kaderlehrgängen in den Faschings-, Oster- und Pfingstferien steigerte sich das Wochenprogramm noch deutlich.

Gut vorbereitet fuhren Simon Schneider und Maximilian Karlstetter nach Kassel zur „Deutschen“. Die 21.500 Meter Strecke der Juniorenklasse musste in drei Runden und drei Portagen (Umtragestellen) bewältigt werden. Am Start kämpften 19 Boote um eine gute Ausgangsposition. Der Bayern-Zweier lag die ersten 400 Meter sehr gut im Rennen, verlor aber nach einer Kollision mit dem Duo aus Potsdam die Führungsgruppe. Nach drei Kilometern gelang es Schneider/Karlstetter wieder zum Hauptfeld aufzuschließen. Auch die erste Portage verlief bestens und kurz vor der Halbzeit gelang wieder der Anschluss zu den Führungsbooten. Mit Willenskraft und Ausdauer kämpfte sich das Zweier-Team bis auf Platz drei nach vorne, wodurch die Aussicht auf die Aufnahme in die Nationalmannschaft in greifbare Nähe rückte. An der zweiten Umtragestelle herrschte großes Gedränge und in der allgemeinen Hektik stießen die „Bayern“ beim Laufen mit einem Damen-Zweier zusammen. Dieses Missgeschick kostete sehr viel Zeit und die Plätze eins und zwei waren somit vorzeitig entschieden. Eine erneute Aufholjagd brachte Schneider/Karlstetter mit einer noch sehr guten Zeit von 1.31:38.38 Std. auf den vierten Platz, den Simon Schneider anfangs nicht so recht genießen konnte: „mit dieser Platzierung haben wir leider die Fahrkarten für den Weltcup und die Europameisterschaft knapp verpasst.“

Die Medaillen gingen an den WSV Koblenz - Metternich (1.27:45.19), den SC DHfK Leipzig (1.28:30.46) und den Mülheimer KV (1.30:14.99).