Chronik
- Die Vereinsgründung des Donau- Ruder- Clubs Neuburg erfolgt im Jahre 1919. 1. Vorsitzender ist Gottfried Müller.
- Der erste Bootsraum für die Holzkajaks befindet sich im Graf von Moyschen Gebäude auf der Insel. Clublokal ist zunächst der Gasthof Schieber- Waldsperger.
- Am 1. August 1920 findet die 1. Kajak- Regatta auf der Donau statt. Sieger auf der Strecke von Donauwörth nach Neuburg ist Max Hertlein.
- 1921 entwickelt Wilhelm Vollbrecht in Neuburg das erste Faltboot.
- 1922 erfolgt die Aufnahme des DRCN in den Verband Deutscher Faltbootfahrer.
- Ein Jahr später wird der DRCN Mitglied beim Deutschen Kanu- Verband.
- Am 15. Juni 1924 richtet der DRCN die erste Donau- Faltboot- Regatta in Bayern aus. Im gleichen Jahr beteiligt sich der Verein an der Isar- Faltboot- Regatta und an der ersten Regensburger Strudelfahrt, bei der der DRCN in sechs Klassen fünfmal den Sieger und einmal den Zweitplatzierten stellt.
- 1925 entsteht in Neuburg das erste Bootshaus in ganz Bayern in herrlicher Lage mit Blick auf das Schloss


- Wettkampferfolge 1925:
- Bayrische Meister im Zweier
- Dritter Platz bei den Deutschen Faltboot- Meisterschaften im Zweier
- Zweiter Platz für die Mannschaft des DRCN bei der zweiten Deutschen Faltboot- Staffelfahrt auf dem Starnberger See.
- 1926 endet die dritte Deutsche Faltboot- Staffelfahrt mit dem Sieg für den DRCN.
Bei den Deutschen Kampfspielen in Köln erringt man im Zweier die silberne Kampfspielplakette und bei der Internationalen Faltbootregatta in Prag ebenfalls einen zweiten Platz.
- In den folgenden Jahren wird eine erstklassige Regattamannschaft aufgebaut. Alljährlich finden neben dem Rennsport noch clubinterne Veranstaltungen statt, z.B. Faschingsveranstaltungen, Faschingsumzug, Anpaddeln im Frühjahr, Abpaddeln im Herbst und das Zeltlager in Marxheim.
- 1939 werden mit Beginn des Zweiten Weltkrieges fast alle aktiven Mitglieder zum Dienst an der Waffe verpflichtet.
Über Jahre wird der DRCN nun nur noch von der Vereinsjugend auf den Regatten vertreten.
Auch der Wandersport beschränkt sich nur noch auf kurze Fahrten. - 247 erste, 199 zweite und 156 dritte Plätze von der Gründung des DRCN bis 1945 demonstrieren eindrucksvoll den Trainingsfleiß der Neuburger Kanuten.
- Der Krieg zerstört 37 Boote. Der neue Zehner- Canadier wird schwer beschädigt.
Die Bootshütte und der Flaggenmast sind unbrauchbar, auch Bootshaus und Landetreppe werden nicht verschont.
Unersetzlich aber erscheint der Verlust vieler Vereinsmitglieder, die dem Krieg zum Opfer gefallen sind. - 1946 erwirkt der DRCN unter seinem 1. Vorstand Fritz Grün die Wiederzulassung des Vereins.
- Im Frühjahr 1947 erfolgt die Aufnahme in den Bayerischen Wandersportverband.
Die Süddeutschen Langstreckenmeisterschaften werden im Juli auf der Strecke Neuburg- Ingolstadt ausgetragen. - 1948 werden ein neuer Viererkajak und zwei Zweierkajaks gebaut. Man repariert den Zehner- Canadier, stellt die Bootshütte wieder her und errichtet einen neuen Flaggenmast.
Der DRCN richtet die Schwäbischen Kurzstreckenmeisterschaften für Faltboote aus.

- Ab 1954 beginnt der kontinuierliche Aufbau einer jungen Rennmannschaft.
Man baut den ersten Bootshänger in ganz Deutschland. Ein neuer Rennvierer wird gekauft.
Die sportliche Bilanz weist in diesem Jahr 27 Siege auf, darunter mehrere Bayerische Meistertitel. - 1955 gelingen dem DRCN 93 Siege und 43 zweite Plätze.
- 1956 veranstalten die Neuburger die Bayerischen Staffelmeisterschaften auf dem Stausee in Rain am Lech. Die Jugend des DRCN erweist sich als stärkste Mannschaft Bayerns ( 55 Siege).
- 1958 bescheren die Fahrer Horst Schwaiger, Herbert Meixner, Heinz Meixner und Fritz Ziegler dem DRCN seinen bis dahin wohl größten Erfolg.
Sie werden in Berlin im K4 über 500m Deutscher Jugendmeister.

- 1968 beginnt man auf dem neuerworbenen Grundstück neben dem bestehenden Bootshaus mit einem Neubau.
Er umfasst Bootshalle, Aufenthaltsraum, sanitäre Räume und Werkstatt.
Auch im sportlichen Bereich gibt es einen ungeheueren Aufschwung. - 1969 werden Phillip Graf und Hans Sandner in die Nationalmannschaft aufgenommen.
Hans Sandner nimmt an der Europameisterschaft in Moskau im Kanuzweier über 10000m teil.
Daraufhin wird der modernste dänische Rennvierer erworben, der über Jahre hin das schnellste Boot Bayerns ist.

- 1972 kann man zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zu einer Generalsversammlung in das neu erbaute clubeigene Vereinsheim einladen.
- Das Jahr 1973 beschert den Neuburger Kanusportlern die wohl größten Erfolge seit Bestehen des Vereins:
- fünf Titel auf der Bayerischen Meisterschaft
- einen Titel auf der Süddeutschen Meisterschaft
- einen Vizemeistertitel und zwei dritte Plätze auf der Deutschen Meisterschaft, durch Uli Pech und Hans Sandner im K2
- Auch 1974 kann man nahtlos die Erfolgsserie des Vorjahrs fortsetzen.
- elf erste, fünf zweite und drei dritte Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften
- vier erste, vier zweite und zwei dritte Plätze bei den Süddeutschen Meisterschaften
- einen zweiten und einen dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften
- Uli Pech gelingt die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Wildwasser.
- 1975 werden zahlreiche Siege und Platzierungen auf den Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaften eingefahren.
Simon Glockshuber und Günther Degmayr werden über 500m und über 2.000m Deutsche Jugendmeister und damit In den C-Kader des DKV berufen.
Am 25. Okt. 1969 feiert der DRCN sein 50- jähriges Jubiläum.

- Im Jahr 1976 kann der DRCN vier bayerische und einen süddeutschen Meistertitel, sowohl einen dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften verbuchen.
- 1977 richtet der DRCN die erste Neuburger Sprintregatta auf dem Zeller Weiher aus.
Höhepunkt dieser Saison ist ein Deutscher Vizemeistertitel im K2 über 500m durch Pech und Sandner. - 1978 wird nach zweijähriger Bauzeit die neue Bootshalle eingeweiht.
Als sportliches Highlight in diesem Jahr ist ein dritter Platz auf der Deutschen Meisterschaft im K4 mit der Mannschaft Happ-Wesp-Kraus-Sandner zu erwähnen. - Von 1979 bis 1985 erzielen die Neuburger Kanuten:
- 30 Siege und 10 zweite Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften
- drei Siege, acht zweite und vier dritte Plätze bei den Süddeutschen Meisterschaften
- 1985 gewinnt der DRCN mit einem dritten Platz seit langem wieder einmal eine Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft im K4 über 10000m mit Wesp-Knepel-Happ-Mohr.
Mit Manfred Knepel und Gerhard Wesp ( 14 Jahre Leistungssport für den DRCN) beenden zwei erfolgreiche Kanuten ihre Karriere. - Im Frühjahr 1988 läßt der DRCN zusammen mit dem Kanuclub Donauwörth eine alte Tradition aufleben.
Sie führen einen Kanu- Marathon von Donauwörth nach Neuburg durch.
Es nehmen fast 100 Kanuten aus dem gesamten süddeutschen Raum teil.
Im September wird der erste Neuburger Kanu- Triathlon organisiert. - Das Jahr 1990 beschert dem DRCN wieder Erfolge im Kanurennsport.
Eine junge Schülermannschaft kann wieder in Bayern siegen. - Die Regattajahre 1996 bis 1999 weisen eine äußerst positive Bilanz auf:
- 33 Titel und 16 Vizetitel bei den Bayerischen Meisterschaften, davon 21 Siege und vier Zweite mit Beteiligung von Monika Burger
- fünf Titel, drei Vizetitel und sechs dritte Plätze bei den Süddeutschen Meisterschaften.
- 1999 werden das Gelände und die Gebäude des DRCN von einem Jahrhunderthochwasser schwer geschädigt.
Die Renovierungsarbeiten werden, unterstützt durch zahlreiche Spenden, im Jahre 2000 abgeschlossen.
- Die Regattamannschaft erzielt bei den Bayerischen Meisterschaften zwei Titel, fünf Vizetitel sowie vier dritte Plätze. Norbert Winter wird in deisem Jahr Süddeutscher Meister und Vizemeister im K1 der Herren AK.
- 2001 erkämpfen sich die Neuburger Kanuten bei den Bayerischen Meisterschaften neun Vizemeistertitel und drei dritte Plätze.
- 2002 wird das "Alte Bootshaus" im Erdgeschoss ausgebaut und ein moderner Hantel- und Jugendraum entstehen. Fabian Mottl kann im K1 der Leistungsklasse über über 10000 Meter den Bayerischen Meistertitel und den Süddeutschen Vizemeistertitel nach Neuburg holen. Weitere Ergebnisse der "Bayerischen": vier zweite und neun dritte Plätze.
- Im Regattajahr 2003 gewinnt Florian Kapaun alle vier bayerischen Meisterschaftsmedaillen im K1 der Herren Junioren (200/500/1000/6000m). Fünfmal "Silber und sechsmal "Bronze" zeigen ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis.

