Berichte DRCN
Ruderclub feiert neuen Steg
Wegweisende Beschlüsse beim Bayerischen Kanutag
Neuburg (DK) Den neuen, hochwassersicheren Bootssteg und einen Rennkajak für den sportlichen Nachwuchs hat der Neuburger Donau-Ruder-Club gestern Nachmittag im Verlaufe eines kleinen Festes an der Donau eingeweiht.

Bild: Auf den Namen Sandi wurde der neue Zweierkajak getauft. Unser Bild zeigt: (v.l.) Vorsitzenden Rüdiger Graf, BKV-Präsident Willi Rogler, Sponsor Heiner Leinfelder, Hauptsponsor Hans Sandner mit Ehefrau Monika sowie die beiden Nachwuchssportler Simon Schneider (3.v.r.) und Sebastian Getz (r.).
Der Rahmen war familiär. Etwa 100 Clubmitglieder hatten sich am Sonntagnachmittag auf dem Vereinsgelände eingefunden, um die Taufe eines neues Rennkajaks und die Einweihung des neuen Bootssteges in gemütlicher Runde zu feiern.
Der neue Steg hat einen langen zeitlichen Vorlauf. Der alte, der beim Donauschwimmen im Winter stets das Ziel der durchgefrorenen Teilnehmer war, hatte ausgedient und sich als nicht mehr sicher erwiesen. Eine Neuanschaffung war also für den 455 Mitlgieder zählenden Verein nicht zu umgehen. Die neue Einrichtung erfüllt ganz andere Sicherheitsstandards, wurde von einer Fachfirma errichtet, war dafür aber entsprechend teuer.
Der Ruder-Club ist jedoch nicht nur ein Sportverein, seine Anlage ist auch unter touristischen Aspekten zu sehen, denn viele Bootwanderer legen gerne beim Ruder-Club an, auch beim Schlossfest greift die Stadt gerne auf die Einrichtungen des Vereins zurück. Die Clubführung wandte sich deshalb an Stadt und Landkreis mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Deshalb steuerte die Stadt 14 300 Euro bei. Ein Teil des Betrages floss als Förderung des Sportes, der andere kam aus der Tourismusförderung. Der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gab weitere 5000 Euro. 2000 Euro kamen von Energieerzeuger E.ON und die restlichen 4000 Euro musste der Ruderclub selbst aufbringen. Dafür ist das Landen oder Ablegen am Ruder-Club wesentlich komfortabler geworden. Außerdem ist der Steg, so Vereinsvorsitzender Rüdiger Graf bei einer kurzen Ansprache, auch hochwassersicher. Bis zu einem Pegelstand von 9,80 Metern soll er den Fluten widerstehen können, eine Fluthöhe, die hoffentlich nie erreicht werden wird.
Zuschuss vom BKV
Den Nachmittag nutzte der Verein außerdem, um einen neuen Rennkajak einzuweihen. Die beiden Sportler Simon Schneider und Sebastian Getz sind ihrem bisherigen Boot entwachsen und als vielversprechende Paddler sollen sie, wie Vorsitzender Rüdiger Graf erklärte, auch erstklassiges Sportgerät zur Verfügung haben. Der Zweierkajak wurde zu 40 Prozent vom Bayerischen Kanuverband (BKV) bezuschusst. Der Verein hat gute Beziehungen zum BKV, denn Vereinsmitglied Willi Rogler ist Präsident des Kanuverbandes. 2500 Euro sponserte Mitglied Hans Sandner, der bis April dieses Jahres Vereinsvorsitzender war. Als weiterer Sponsor half Heiner Leinfelder mit, den Kajak zu finanzieren. Das restliche Geld kam über den Weihnachtsbasar in die Kasse.
Mit einem Glas Sekt wurde das neue Sportboot auf den Namen Sandi getauft. Im Anschluss zeigten Simon Schneider und Sebastian Getz vor der Kulisse des Neuburger Schlosses, wie flott es sich mit dem extrem schmalen Boot paddeln lässt. Andere Jugendliche des Vereins lieferten sich mit dem Duo ein Gaudirennen, das Getz und Schneider aber souverän gewannen.
Die Einweihung des neues Steges war übrigens intern, nachdem in der Ferienzeit viele Stadtpolitiker abwesend sind. Die offizielle Feier soll deshalb am 11. Oktober mit Oberbürgermeister Bernhard Gmehlng nachgeholt werden.
Von K. P. Frank

