Berichte DRCN
Mitgliederversammlung 2008
Aushängeschild über Bayern hinaus Donau-Ruderclub Überaus positive Bilanz in der Mitgliederversammlung gezogen
Neuburg | mr | Stabwechsel beim Donau-Ruderclub Neuburg: Acht Jahre hatte Hans Sandner als Vorsitzender an vorderster Front gestanden. Vordem hatte er zwei Jahre als Stellvertreter das Ruder in der Hand. Hinzu kommen noch während seiner 44-jährigen Zugehörigkeit die Tätigkeiten als Trainer und nicht zuletzt seine sportlichen Aktivitäten. Zeit, einem anderen Platz zu machen, konstatierte Sandner bei der Mitgliederversammlung. Mit Rüdiger Graf hatte sich sein Nachfolger bereits im Vorfeld gefunden.
In seiner Rückschau bezeichnete der scheidende Vorsitzende das Jahr 2007 als außerordentlich positiv. Entgegen dem allgemeinen Trend sei seit Jahren ein anhaltender Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Das lasse darauf schließen, dass das Angebot des Klubs eine breite Bevölkerungsschicht anspreche.
Derzeit sind 359 Erwachsene sowie 82 Kinder und Jugendliche in der Mitgliederkartei erfasst. Der Donau-Ruderclub zähle damit zu den größten Wassersport treibenden Vereinen im Freistaat. Neuinvestitionen und Renovierungsarbeiten an der Hausmeisterwohnung, am Boosthaus, im Sanitärbereich sowie die Installation eines energiesparenden Brenners und nicht zuletzt die Nachrüstung der Entsorgungsstation für die Chemietoiletten im Campinggebäude, verschlangen im vergangenen Jahr die staatliche Summe von 30 000 Euro. Zusätzlich wurde in Kooperation mit dem Alpenverein ein großer Unterstand für Fahrzeuge geschaffen. Sandner erinnerte auch an die Erneuerung der Bootssteeganlage, die ebenfalls mit 30 000 Euro zu Buche schlug.
Als zufriedenstellend bezeichnete er die Verhandlungen mit der Immobiliengesellschaft des Freistaates bezüglich des 139 Quadratmeter großen Grundstücks auf dem sich das alte Bootshaus befindet. Leider habe der im Jahr 2003 verlängerte Erbpachtvertrag mit 25 Jahren Restlaufzeit keine besseres Ergebnis zu gelassen. Die gesamte Grundstücksfläche betrage knapp 10 000 Quadratmeter. Elf lizenzierte Übungsleiter tragen laut Sandner dank jahrelanger und intensiver Nachwuchsarbeit im Kanurennsport dafür Sorge, dass bei den süddeutschen, bayerischen und deutschen Meisterschaften ausgezeichnete Ergebnisse erzielt wurden.
Zu den Höhepunkten im Rennsport zählte die Ausrichtung der bayerischen Meisterschaft auf dem Joshofener Weiher Als erfreulich bezeichnete Sandner auch die Entwicklung der Kanupolomannschaft. Mit Thomas Fricke stehe ein erfahrener Bundestrainer aus den eigenen Reihen zur Verfügung.
Bestätigt wurden die 2007 erzielten Erfolge auch von den Fachwarten. Der DRC ist zwar nicht mit Reichtümern gesegnet, doch gibt es keinen Grund zur Klage, wie dem Bericht von Kassier Willy Guppenberger zu entnehmen war. Als Präsident des Bayerischen Kanuverbandes, verlieh Willi Rogler sen. dem Klub das Prädikat Aushängeschild über den Freistaat Bayern hinaus. Einen großen Anteil daran habe die sehr rührige Vorstandschaft. Roglers Antrag, Hans Sandner zum Ehrenmitglied zu ernennen, fand unter lang anhaltendem Beifall einstimmige Billigung. Geehrt wurden an diesem Abend ferner Tanja Ortner und Thomas Rogler für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft. Mit Präsenten bedacht wurden die aus dem Vorstandsgremium ausscheidenden Mitglieder Eleonore Graf, Max Schneider, Willi Rogler jun., Klaus Lang und Willi Guppenberger. Er sei sich der Höhe der Messlatte die Sandner gelegt habe, durchaus bewusst, bekannte Graf in seiner Antrittsrede. Wie aus der Diskussion hervorging, wird eine geordnete Unterstellung der derzeit 250 Boote (Tendenz steigend), einer der vorrangigsten Tätigkeiten des neuen Gremiums sein.

