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Ein Leben für die Heilkräuter
Prof. Dr. Dr. h.c.mult. Heinz Schilcher wird 80
Von Ercin Özlü - Neuburger Rundschau![]() |
Neuburg In der Apotheke der Barmherzigen Brüder entdeckte Heinz Schilcher seine Leidenschaft. Damals im Jahr 1950 absolvierte der gebürtige Burgheimer dort ein Praktikum. Er stellte Arznei-Tees, Tinkturen und Salben für die naturheilkundliche Abteilung des Krankenhauses her. Pflanzen, die dem Menschen therapeutisch helfen. „Das hat mich fortan nicht mehr losgelassen“, meint Heinz Schilcher. Er studierte Pharmazie in München und sollte später die Pflanzenheilkunde mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bereichern. Seine Arbeiten brachten ihm unzählige Auszeichnungen, darunter auch das Bundesverdienstkreuz erster Klasse im Jahr 1993. Seiner oberbayerischen Heimat blieb er aber immer treu, trotz Professuren in Berlin und Marburg sowie Gastvorträgen auf der ganzen Welt. |
Neuburger kennen ihn von seiner sportlichen Seite
Die Neuburger kennen Heinz Schilcher vor allem von seiner sportlichen Seite. Bereits als Neunjähriger trat er gemeinsam mit seinem Vater in den Neuburger Alpenverein ein. Mit zwölf Jahren, also 1942, folgte der Eintritt in den Donau-Ruder-Club Neuburg. Schnell zeigte sich Heinz Schilchers Talent in beiden Disziplinen.
Er nahm im Namen des Alpenvereins an mehreren Skimeisterschaften teil und ließ sich bald zum Skilehrer ausbilden. Drei Skischulen gründete er in der Zeit zwischen 1962 und 1976, unter anderem die Neuburger Skischule, die bis heute besteht.
Auch als Kanufahrer war der Heilpflanzenexperte erfolgreich. Er gewann die bayerische und die süddeutsche Meisterschaft, später entschied er sich für die Funktionärslaufbahn. Zwölf Jahre diente er dem bayerischen Kanuverband als Präsident und Vizepräsident. Seine Neuburger Vereine haben ihn längst zum Ehrenmitglied erklärt.
Kommt noch gerne nach Neuburg
Das freut Schilcher besonders, da er sich mit seiner Heimat verbunden fühlt. „Ich komme immer sehr gerne nach Neuburg“, erzählt Schilcher. Seine Schwägerin und Nichte wohnten noch immer hier. „Außerdem liegt das Grab meiner Eltern in Neuburg“, sagt er. Den Geburtstag gestern feierte der sportliche Professor aber in München mit seinen Enkelkindern. „Wir feiern im engsten Kreis mit der Familie und Freunden.“


