Donau-Ruder-Club Neuburg
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Berichte DRCN

Zum Erfolg gepaddelt

Neuburger Rundschau vom 28.08.2009
Von Uta Baumann

Neuburg
Das weiße Festzelt ist aufgebaut. Das Vereinsgelände mit dem herrlichen Blick auf das Schloss haben die Mitglieder des Donau-Ruder-Clubs Neuburg (DRCN) bereits vergangene Woche auf Vordermann gebracht. Alles ist für das große Fest am Sonntag vorbereitet. Denn seit 90 Jahren gibt es den Ruder-Club in Neuburg und der Verein hat allen Grund zum Feiern.

„Im Moment läuft’s richtig gut“, erzählt der Vereinsvorsitzende Rüdiger Graf. Nachwuchssorgen sind dem Verein derzeit fremd. Von den 478 Mitgliedern sind 94 unter 18 Jahren. „Das liegt vor allem an der hervorragenden Nachwuchsarbeit“, lobt Graf das Engagement des ehemaligen DRCN-Vorsitzenden Hans Sandner und dessen Frau Monika. Er betont aber gleichzeitig, dass der Sport nicht nur etwas für die Jüngeren ist. „Unsere Lore Reile ist mit ihren 71 Jahren immer noch mächtig im Boot unterwegs.“

Auch aus sportlicher Sicht schaut Graf optimistisch in die Zukunft. Erst am vergangenen Wochenende wurde DRCN-Mitglied Kai Berner Vizeeuropameister im Kanu-Polo. Entscheidend mitverantwortlich für den Erfolg ist ebenfalls ein Neuburger: Thomas Fricke trainiert seit Langem die deutsche Kanu-Polo-Nationalmannschaft.

Verein feiert sportliche Erfolge auf internationaler Ebene

Die „größte Hoffnung“ setzt Vereinschef Graf nach eigenen Worten in den 18-jährigen Simon Schneider, der vor vier Wochen bei den Kanumarathon-Europameisterschaften in Polen an den Start ging und seit einem Jahr an der Ruderregattastrecke in Oberschleißheim trainiert.

Aber nicht nur Schneider und die derzeit 35-köpfige Regatta-Mannschaft kämpfen bei diversen Meisterschaften um Medaillen. Auch in der Vergangenheit überzeugten Vereinsmitglieder mit ihren Leistungen. Zu den größten Erfolgen zählt die Teilnahme von Hans Sandner bei den Europameisterschaften 1969 im Kanuzweier und der Sieg von Simon Glockshuber und Günther Degmayr bei den deutschen Jugendmeisterschaft 1975 auf der 500 und 2000 Meter Strecke.

Neben vielen schönen und erfolgreichen Jahren hat der Verein aber auch schon einige schwere Stunden erlebt. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mussten fast alle aktiven Mitglieder zum Militär - viele kommen im Krieg ums Leben. Auch das Bootshaus, die Landetreppe und 37 Boote wurden vom Krieg nicht verschont. In unzähligen ehrenamtlichen Stunden bauten die Mitglieder ihren Verein nach Kriegsende wieder auf.

Ähnlich sah es im Jahr 1999 aus, als das Hochwasser das gesamte Vereinsgelände und die Gebäude überflutete. „Wenn Hilfe gebraucht wird, packen alle mit an“, erzählt Graf rückblickend. Deshalb ist sich der 45-Jährige sicher, dass sie auch die nächste Aufgabe gemeinsam meistern werden. Im kommenden Jahr soll das gesamte Bootshaus isoliert werden.


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